Noch zwei Wettkämpfe in der 1. Bundesliga Luftgewehr

Damit endet die Qualifikation für die Playoffs 2018 / KKS Nordstemmen wird nicht mit dabei sein

Die Erstligaschützinnen und -schützen der KKS Nordstemmen reisen an diesem Wochenende (13./14. Januar) in den Marien-Wallfahrtsort Kevelaer, nahe der holländischen Grenze. Dort werden sie, nach elf Jahren 1. Bundesliga, ihre beiden vorerst letzten Wettkämpfe in der Königsklasse der Luftgewehrschützen bestreiten. Auf eigenen Wunsch, versichert Wilfred Lampe, Vorsitzender der KKS Nordstemmen.

Die Luftgewehrspezialisten werden zurzeit auf Rang neun in der Zwölfertabelle geführt. Das ist noch kein Platz für den direkten Abstieg, und den streben die Nordstemmer auch gar nicht an. Sie wollen auch diesmal ihr Fell so teuer wie möglich verkaufen. Einfach dürfte das allerdings nicht werden.

Zwei starke Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen warten auf die Niedersachsen. Erster Gegner am Samstag um 17.00 Uhr im Sportzentrum Kevelaer-Hüls ist Gastgeber SSG Kevelaer. Die wollen auf jeden Fall ihren vierten Tabellenplatz behalten, weil sie mit dem die Fahrkarte zu den Playoffs Anfang Februar in Paderborn gelöst hätten. Durchaus möglich, dass die Westfalen deshalb hier mit ihrem stärksten Mann aufschlagen, dem Israeli Sergey Richter. Der hatte Ende November bei den Bundesliga-Wettkämpfen in Braunschweig glatte 400 Ringe geschossen, das Maximum. „Nur gut, dass der das nicht jedesmal trifft“, hatte Nordstemmens derzeitige Nummer eins, Nadine Gudert, orakelt. Die 21jährige war da mit 398 auch schon haarscharf dran. Ihre Mannschaftskollegin Bianca Glinke, die an Position zwei gesetzt ist, mit 399 ebenfalls. Dritte im Bunde wird Stine Andersen sein. Die Dänin, die in Holland wohnt, hat die kürzeste Anreise. Wer dann noch in dem Fünferteam vor den Scheiben steht, wird Teamchef Frank Pohl sicher nach dem Trainingsschießen vor Ort entscheiden.

Bei ihrem bis auf weiteres letzten Bundesligawettkampf steht die KKS Nordstemmen am Sonntag um 14.00 Uhr mit dem amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister St. Hubertus Elsen an der Feuerlinie. Der startete in diese Saison mit einigen Anlaufschwierigkeiten, so dass man sich vereinsintern schon leichte Sorgen gemacht hatte, als Ausrichter der Finalwettkämpfe nicht mit dabei zu sein. Inzwischen hat sich der Meister berappelt und wird auf Rang drei geführt. Nur zu gern möchten die Elsener ihren Erfolg auch dies Jahr wiederholen. Das wäre dann das dritte Mal in Folge. Und zweimal waren sie schon Meister in den Jahren 2006 und 2012. Nordstemmen dagegen hat in seinen elf Jahren Bundesliga „nur“ einen dritten Platz vorzuweisen und konnte sich auch diesmal nicht für die Playoffs qualifizieren. Aber den St. Hubertus Elsen besiegen, das gelang ihnen schon.

Lea Schäfer soll nicht nur die Ersatzbank drücken. Teamchef Frank Pohl will die 19jährige in Kevelaer gegen starke Gegner schießen lassen.

Text und Foto: Klaus Schaare

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