Ein Sieg und eine Niederlage reichten aus, um das Team vorerst aus den Play-off-Rängen zu schubsen

Nach dem zweiten Wettkampfwochenende der 1. Bundesliga Nord Luftgewehr am 15./16. Oktober in Sachsen- Anhalt sind jetzt noch drei Vereine mit weißer Weste im Rennen. Die restlichen neun Teams mussten Federn lassen. Erwischt hat es dabei auch die KKS Nordstemmen, die einen kleinen Erdrutsch hinter sich hat und vom ersten Tabellenplatz auf Rang fünf durchgereicht wurde.

Dabei hatte am Samstagnachmittag vergangener Woche alles so gut angefangen. Gegner der Nordstemmer Schützen war da aus dem Braunschweiger Raum der Freischütz Rautheim. Deren Spitzenmann heißt Marvin Hampe und bekam es mit Bianca Glinke zu tun, die in gewohnter Manier ihr 40-Schuss-Programm nach zwanzig Minuten beendet hatte. Das ist Laden, Zielen und Schießen im 30-Sekunden-Takt. Diesmal waren es 390 Zähler, was auf Position eins für einen Sieg in den wenigsten Fällen ausreicht. Und so sah es für Glinke verdächtig nach einer Niederlage aus. Der Rautheimer war mit zwei 99er-Serien bereits klar in Führung gegangen und hatte noch zwanzig Wertungsschüsse vor sich. Davon später mehr.

Andra Heitmann, die aufgrund zurückliegender guter Ergebnisse vom DSB für Startplatz zwei bei der KKS gesetzt war, erwischte einen rabenschwarzen Tag. Die Medienkauffrau unterlag Julia Schwieger mit 382:383. Da erübrigt sich jeder Kommentar, denn das war für beide Schützinnen ein grottenschlechtes Ergebnis. Die Siegpunkte für Nordstemmen mussten jetzt von den Positionen drei bis fünf kommen. Das gelang auf beeindruckende Weise. Stine Andersen schickte Sven Kohlhause mit 395:382 auf die Bretter, David Kroll besiegte Julia Schubert mit 395:387 und Henrik Borchers, auf der für ihn ungewohnten Position fünf schießend, hielt mit 392:378 Stefanie Brandes klar auf Distanz.

Damit kurz noch einmal zurück zu Bianca Glinkes Gegner Marvin Hampe, der sich zu unerfahren zeigte, einen komfortablen Vorsprung sicher nach Hause zu bringen. Mit zwei 95er-Serien zum Abschluss seines Wettkampfs verschenkte er den Sieg. Glinke gewann tatsächlich noch das schon verloren geglaubte Match mit zwei Zählern Vorsprung (390:388). Wildschütz Rautheim musste sich 4:1 geschlagen geben und steht weiterhin am Tabellenende.

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