KKS Nordstemmen musste zwei Niederlagen einstecken

Aktuell auf Tabellenplatz neun notiert / Es warten noch Anwärter für die Playoffs auf die KKS

So hatten sich die Luftgewehrspezialisten der KKS Nordstemmen das nicht vorgestellt, denn mit zwei Niederlagen am zurückliegenden Wochenende vor heimischem Publikum sind die Bundesligisten schon zur Halbzeit der Wettkämpfe arg in die Bredouille geraten. Die geplante Flucht nach vorn ist nicht gelungen. Im Gegenteil: Nordstemmen musste Federn lassen und ist auf den neunten Tabellen-platz gerutscht. Bedauerlich, zumindest ein Sieg am Samstag hätte drin gelegen.

Erfreut hatte Teamchef Frank Pohl zur Kenntnis genommen, dass der SV Gölzau ohne seine Nummer eins, den Weißrussen Illia Charheika, angereist war. Für den einen adäquaten Ersatz zu finden, ist nicht so einfach. Die Gölzauer versuchten es mit dem Polen Tomasz Bartnik. Wahrlich auch kein unbe-schriebenes Blatt. Der ist Nationalkaderschütze und war gerade vom Weltcup in New Delhi mit dem fünften Platz im Dreistellungskampf in sein Heimatland zurückgekehrt. Luftgewehrschießen kann der natürlich auch. Ebenso wie seine Gegnerin Nadine Gudert auf Nordstemmer Seite. Die erst 21jährige, die aktuell auf Startplatz eins vorgerückt ist, konnte Paroli bieten. Später dazu mehr.

Auf Position zwei für das Nordstemmer Team schoss Bianca Glinke. In knapp einer halben Stunde hatte sie ihr 40-Schuss-Programm mit 397 Ringen beendet. Die letzte Zehnerserie musste die Entscheidung bringen. Bis dahin lagen Glinke und ihre Gegnerin Charleen Bänisch mit 99-99-100 gleichauf. Die Nordstemmerin hatte noch einmal 99 Zähler nachgelegt und konnte abseits der Feuerlinie ihre Gegnerin im Auge behalten. Zuviel Druck für Bänisch. Sie traf zweimal in die Neun und hatte damit das Match mit 396:397 verloren. Der erste Punkt für die KKS Nordstemmen. David Kroll ging derweil auf Platz drei mit 382:393 gegen Lena Cramer sang- und klanglos unter, während Stine Andersen gegen Natalie Pfeiffer mit 388:384 punkten konnte. Mit 387 Zählern gab Nordstemmens Neuzugang Lea Schäfer ihr Debüt, musste sich aber Richard Bennemann (390) beugen. Es stand also 2:2 unent-schieden, und damit zurück zu Nadine Gudert und ihren Gegner Tomasz Bartnik.

Die beiden Sportler wurden wieder zum „Shoot off“ vor die Scheiben gerufen und mussten solange weiterschießen, bis kein Gleichstand mehr vorlag. Der erste Schuss der beiden Kontrahenten ging in die Neun, dann folgte zweimal die Zehn, und erst der vierte Schuss (jetzt Zehntelringwertung) brachte die Entscheidung. Nadine Gudert 9,9 – Tomasz Bartnik 10,7. Wieder einmal eine knappe 2:3- Niederlage für die KKS Nordstemmen.

Gegen den TuS Hilgert musste die KKS Nordstemmen am Sonntag eine empfindliche 4:1-Schlappe wegstecken. Lediglich Bianca Glinke gelang es, mit 391:385 gegen Debora Linn den Ehrentreffer für die KKS zu retten. Die weiteren Ringzahlen: Nadine Gudert – Milutin Stefanovic 390:395; David Kroll – Dr. Manuela Felix 383:390; Stine Andersen – Barbara Heep 393:394; Lea Schäfer – Erich Schmul 378:387.

Keine besonders rosigen Aussichten in die Zukunft für die KKS, denn auch in den nächsten Wochen warten u. a. mit Kevelaer und Hubertus Elsen noch dicke Brocken auf das Nordstemmer Team.

Beim „Shoot off“ ging es diesmal auch um den Mannschaftssieg. Nadine Gudert und Tomasz Bartnik machten es spannend: Neun-Zehn-Zehn, und immer noch Gleichstand. Erst der vierte Stechschuss mit Zehntelringwertung entschied dann das Match zugunsten des SV Gölzau. Gudert 9,9 – Bartnik 10,7. Es hätte genauso gut umgekehrt sein können.

Text und Foto: Klaus Schaare

Bericht Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Die Schützen lieben die lärmenden Zuschauer

KKS Nordstemmen ist Gastgeber für die Wettkämpfe der 1. Bundesliga Luftgewehr

Am 11. und 12. November schießt in der Jahn-Sporthalle Nordstemmen die 1. Bundesliga Luftgewehr. Gastgeber ist die Kleinkaliber-Schützengesellschaft Nordstemmen, die seit nunmehr elf Jahren in der Königsklasse der Luftgewehrspezialisten mitmischt. Bei diesen hochkarätigen Wettkämpfen steht nicht nur Deutschlands Schießsport-Elite vor den elektronischen Scheiben, sondern auch Spitzenschützen aus aller Herren Länder verstärken oftmals die Teams. Klugerweise wurde vom Deutschen Schützenbund hier eine Bremse eingebaut, denn nur ein Ausländer pro Wettkampf ist zugelassen. Man muss kein Einstein sein, um herauszufinden, warum das so ist.

Bei den Nordstemmern sind die Ausländer Stine Andersen aus den Niederlanden und Ayonika Paul aus Indien. Letztere brachte kürzlich in Sachsen-Anhalt vor begeisterten Zuschauern das Kunststück fertig, vierzig Treffer in die Zehn zu setzen. Das Maximum – mehr geht nicht bei dem Vierzig-Schuss-Programm. Auch ihre Mannschaftskollegin, die 21jährige Nadine Gudert, schoss auf Weltklasseniveau und blieb mit 399 nur einen Zähler zurück. Warum das so schwierig ist, lässt sich nachvollziehen (s. nebenstehenden Text).

Leichte Gegner gibt es in der 1. Bundesliga nicht. Jeder kann jeden schlagen, und die Regeln sind so knallhart wie einfach. In den Fünferteams hat jeder seinen direkten Kontrahenten neben sich stehen. Der Sieger bekommt einen Punkt für seine Mannschaft. Ein Unentschieden zieht ein „Shoot off“ nach sich, bei dem so lange weitergeschossen wird, bis kein Gleichstand mehr vorliegt. Ab drei Einzelpunkten ist das Match gewonnen. Dem siegreichen Team werden dafür pro Wettkampf zwei Mannschaftspunkte gutgeschrieben, die den Tabellenstand regeln.

Die KKS Nordstemmen liegt in der Zwölfergruppe bei vier Begegnungen derzeit auf Rang acht. Das ist den Niedersachsen zu nahe an der Abstiegszone, und dort wollen sie weg. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich gegen den SV Gölzau aus Sachsen-Anhalt am kommenden Samstag um 17.30 Uhr. Es wird ein Hauen und Stechen geben, denn die Gölzauer haben sich auf Platz zehn bisher unter Wert verkauft und sind ebenfalls ernsthaft bestrebt, in der Tabelle weiter nach oben zu kommen. Dafür will auch Gölzaus Frontmann, der Weißrusse Illia Charheika, sorgen. Dieser ist fünfzehnter der Weltrangliste und wird in der Setzliste des Deutschen Schützenbundes mit einem Schnitt von 397 geführt. Der Mann ist gefährlich, und wer immer ihn zum Gegner hat, muss sich mächtig langmachen. Vermutlich wird sich Nordstemmens Nadine Gudert seiner annehmen.

Zweiter Wettkampfgegner am Sonntag um 11.30 Uhr ist der TuS Hilgert. Die Rheinländer werden in der Bundesligatabelle aktuell mit zwei Siegen und zwei Niederlagen (04:04) auf dem fünften Rang notiert. Das ist alles andere als ein sicherer Platz, denn mit der gleichen Punktzahl sind ihnen die SSG Kevelaer, der SV Wieckenberg und auch die KKS Nordstemmen auf den Fersen. Nach diesem Wochenende dürften einige Vereine in dieser Vierergruppe die Plätze getauscht haben.

Den Sportlerinnen und Sportlern der KKS Nordstemmen wäre am liebsten eine rappelvolle Sporthalle mit lauten und fröhlichen Zuschauern. „Das motiviert uns sehr“, sagen die Athleten einstimmig. Den Wunsch sollte man ihnen erfüllen, denn schließlich präsentieren die Luftgewehrspezialisten der Bundesliga Sportschießen auf höchstem Niveau. Die Jahn-Sporthalle öffnet ihre Pforten zum freien Training am Samstag um 12.00 Uhr, am Sonntag ist Einlass ab 9.00 Uhr.

Die Begegnungen in der Übersicht.

Samstag, 11. November um
16.00 Uhr: SG Hamm – Braunschweiger SG (Letzter gegen Vorletzten);
17.30 Uhr: KKS Nordstemmen – SV Gölzau;
19.00 Uhr: SG Mengshausen – Tus Hilgert. Sonntag,

12. November um
10.00 Uhr: SG Mengshausen – SG Hamm;
11.30 Uhr: KKS Nordstemmen – TuS Hilgert;
13.00 Uhr: Braunschweiger SG – SV Gölzau.

Zeitgleich schießen am Samstag in Bad Grund (Sporthalle der OBS Badenhausen):
SV Wieckenberg – St. Hubertus Elsen;
SB Freiheit – Wissener SV;
BSV Buer-Bülse – SSG Kevelaer.

Sonntag: St. Hubertus Elsen – BSV Buer-Bülse;
SB Freiheit – SV Wieckenberg;
SSG Kevelaer – Wissener SV.

Das Bundesligateam der KKS Nordstemmen lädt ein zu seinen Heimwettkämpfen. Von links: Frank Pohl, Natascha Vollmer, Nadine Gudert, Bianca Glinke, David Kroll, Andrea Heitmann und Stine Andersen. Es fehlt Ayonika Paul.

Text und Foto: Klaus Schaare

Austragungsort:

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Diesmal verstärkt Ayonika Paul die KKS Nordstemmen

Die 25jährige Elektronik-Studentin aus Mumbai muss auf der dritten Startposition schießen

Nordstemmen (ks) – Gut sechseinhalbtausend Kilometer Luftlinie entfernt liegt die Millionenmetropole Mumbai, von der Ayonika Paul gemeinsam mit ihrem Vater den rund elfstündigen Flug nach Deutschland angetreten hat. Genauer gesagt: nach Ottbergen. Denn dort sind die beiden zurzeit Gäste von Wolfgang Pohl und seiner Ehefrau Maria, den Eltern von Nordstemmens Bundesligacoach Frank Pohl.

Indische Nationalkaderschützen, zu denen auch Ayonika Paul gehört, sind hin und wieder im Bundesstützpunkt Hannover anzutreffen, um sich dort auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten. Die 25jährige Studentin hat von ihrem Verband die Erlaubnis, Eindrücke und Erfahrungen in der deutschen Bundesliga zu sammeln. Denn das ist eine ganz andere Nummer als Weltcups oder ähnliche Veranstaltungen, wo es ruhig und gesittet zugeht und das Publikum sich überwiegend aus Trainern, Betreuern und den zahlreichen anderen Athletinnen und Athleten zusammensetzt, die gerade nicht an der Feuerlinie stehen müssen.

Die 1. Bundesliga Luftgewehr in Deutschland ist anders. Hier laufen die neuesten Hits im Hintergrund, und der Wettkampf-Kommentator tönt lautstark: „Zuschauer, wo seid ihr?“ Und die lassen sich nicht lange bitten: Hupen, Tröten, Rasseln, anfeuernde Rufe und rhythmisches Klatschen verwandelt dann die Sporthalle kurzzeitig in einen Hexenkessel. Das hat selbst Weltklasseschützen schon aus der Fassung gebracht. Wer hier abgekocht wird und das unbeschadet übersteht, dem zittern so schnell auch nicht die Knie bei einer Weltmeisterschaft oder Olympiade.

Ayonika Paul konnte auf der Poleposition der KKS Nordstemmen mit einem Schnitt von 394,00 Ringen in dem 40-Schuss-Programm diesbezüglich schon einige Erfahrungen sammeln. Kürzlich wurde sie allerdings von ihren Mannschaftskolleginnen Bianca Glinke und Nadine Gudert (beide 395,50) auf den dritten Rang geschoben. Damit sind die Niedersachsen zurzeit das einzige Team der Bundesliga Nord, das keinen Auslandsschützen auf seiner Spitzenposition stehen hat.

Die KKS reist an diesem Wochenende, 28./29. Oktober, zu den beiden nächsten Begegnungen nach Sachsen-Anhalt. Hier wartet am Samstag um 16 Uhr im Sportzentrum Weißandt-Gölzau der punktgleiche SV Wissen aus Rheinland-Pfalz auf das Nordstemmer Team, das vermutlich in der Aufstellung Bianca Glinke, Nadine Gudert, Ayonika Paul, David Kroll und – erstmals im Einsatz – Lea Schäfer, schießen wird. Letztere ist Nordstemmens einziger Neuzugang in dieser Saison und wird zum ersten Mal in diesem Haifischbecken mitschwimmen müssen.

Noch ein wenig schwieriger könnte sich am Sonntag um 13 Uhr das Match gegen die Schützenbruderschaft Freiheit aus dem benachbarten Osterode gestalten. Zwar hat Nordstemmen auch schon diesem Team die Siegpunkte abgetrotzt, aber die Harzer stehen nach zwei Eröffnungswettkämpfen mit weißer Weste da und sind aktuell nach dem BSV Buer-Bülse auf Rang zwei der Tabelle notiert. Ganz klar: Die wollen wieder die Finalwettkämpfe erreichen. Das Nordstemmer Team, das sich in der zurückliegenden Saison leicht das Fell angesengt hat, ist da ein wenig zurückhaltender. Coach Frank Pohl und Vereinsvorsitzender Wilfred Lampe lapidar und unisono zu diesem Thema: Wir wollen in der Bundesliga bleiben. Punkt.

Ayonika Paul schießt diesmal für die KKS Nordstemmen in der 1. Bundesliga Luftgewehr auf Position drei. Da wird die 25jährige Nationalkaderschützin aus Indien nicht bleiben wollen. Foto: Schaare

 

Nur Nadine Gudert behielt eine weiße Weste

Die KKS Nordstemmen kehrte von den ersten Bundesliga-Wettkämpfen Luftgewehr mit einem Sieg und einer Niederlage zurück

Nordstemmen (ks) – Am ersten Wettkampf-Wochenende der 1. Bundesliga Luftgewehr am 14./15. Oktober in Gelsenkirchen hatte die KKS Nordstemmen einen Sieg und eine Niederlage zu verbuchen. Der BSV Buer-Bülse, Gastgeber der Veranstaltung und Nordstemmens Gegner am Samstag, hat sich mit zwei Siegen erst einmal an die Spitze der Zwölfertabelle vorgeschoben. Punktgleich mit 4:0 auf Rang zwei steht zurzeit die Schützenbruderschaft Freiheit aus Osterode. Nordstemmen hätte durchaus ein Trio daraus machen können. Aber „hätte, hätte Fahrradkette“, wie es ein bekannter SPD-Politiker einmal treffend zusammenfasste. Es ist müßig, darüber nachzusinnen.

Nordstemmen klebte wieder einmal das Pech an den Schießschuhen. Das mit Spannung erwartete Spitzenduell Bianca Glinke gegen ihren Bülsener Gegner István Pény endete nach vierzig Wertungsschüssen mit Gleichstand (396:396). Der letzte Wettkampfschuss der Nordstemmerin hatte das Zentrum knapp verfehlt und vermasselte der 22jährigen Studentin den Sieg. Da es ein Unentschieden in der Bundesliga nicht gibt, wurden die beiden Kontrahenten wieder an die Feuerlinie gerufen und mussten so lange weiterschießen, bis keine Ergebnisgleichheit mehr vorlag. Das ging schnell. Pény schoss eine Zehn, Glinke traf die Neun. Das Match war beendet, und der Punkt ging an den Bürger-Schützenverein (BSV) Buer-Bülse.

Auf Startposition zwei bekam Stine Andersen mitten im Wettkampf Probleme mit ihrem Gewehr. Schuss 22 und 23 lösten sich ungewollt und gingen in die Wand. Waffendefekt. Die Holländerin erhielt zwar eine zehnminütige Zeitgutschrift für die Reparatur ihres Sportgerätes zugesprochen, die Fehlschüsse aber durfte sie nicht wiederholen. Damit ging ihre sichere Führung gegen Robin Zissel verloren, und auch der so wichtige Matchpunkt für das Nordstemmer Team war dahin. Der dritte Siegpunkt hätte im Lauf von Nadine Gudert stecken können. Die 21jährige Vermessungstechnikerin steuerte 395 Zähler für Nordstemmen bei und hielt damit ihren Gegner Patrick Kurz (388) deutlich auf Abstand. David Kroll (383) und Andrea Heitmann (385) schossen auf den Positionen drei und fünf für die KKS, konnten aber mit diesen eher mageren Ergebnissen nicht punkten. Nordstemmen musste eine bittere 1:4-Niederlage hinnehmen, womit man wieder bei der schon erwähnten Fahrradkette wäre.

Schmähgesänge aus der untersten Schublade tönten durch die Sporthalle, als die KKS Nordstemmen am Sonntagmorgen gegen die Schützengesellschaft Braunschweig vor den Scheiben stand. So etwas hatte es bislang in der Bundesliga Sportschießen noch nicht gegeben. Einzelpersonen aus dem Umfeld der Braunschweiger Fans meinten wohl, den gegnerischen Trainer zu beleidigen oder aktive Sportler mit ihren Gesängen verunsichern zu wollen, unterstütze das eigene Team. Nicht zu fassen, so viel Ignoranz.

Dabei ist es den Braunschweigern gerade gelungen, in diesem Jahr ein vielversprechendes junges Team auf die Beine zu stellen. Hatte die Mannschaft soeben doch den starken niedersächsischen Heimrivalen SV Wieckenberg überraschend mit 3:2 bezwungen. So trat man also mit breiter Brust auf und hatte dasselbe mit der KKS Nordstemmen vor. Doch hierbei bissen sich die Braunschweiger die Zähne aus. Bianca Glinke hatte wie üblich Braunschweigs Neuzugang Rikke Ibsen im Schnelldurchlauf 395 Ringe vorgelegt. Eigentlich durchaus machbar für die junge Dänin, die tags zuvor 398 abgeliefert hatte. Aber sie schoss zu langsam, die Zeit lief ihr davon, und zum Schluss häuften sich die Treffer in den Neunerring. Mit 395:393 entschied Bianca Glinke das Match zu ihren Gunsten. Stine Andersen gelang es gerade soeben Christian Stautmeister mit 392:391 in Schach zu halten. Der hatte eine miserable erste Zehnerserie hingelegt und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. David Kroll verbesserte zwar diesmal seine Leistung auf 390 Ringe, das langte aber nicht für Susanne Zimmermann, die 393 geschossen hatte. Mit 396:388 glänzte erneut Nadine Gudert gegen Sara Leseberg. Und diesmal gewann auch Andrea Heitmann mit 390:384 gegen Angelina Wucherpfennig. Die Braunschweiger Schützengesellschaft musste sich mit 1:4 Punkten geschlagen geben und liegt zurzeit im Ranking hinter Nordstemmen auf Platz acht der Zwölfertabelle.

Komplett runderneuert für die KKS Nordstemmen präsentiert sich die vom Deutschen Schützenbund erstellte Setzliste nach den Eröffnungs-Wettkämpfen. Bianca Glinke führt jetzt mit im Durchschnitt 395,50 Zählern das Feld an. Nadine Gudert ist mit ebenfalls 395,50 auf Position zwei geklettert und freut sich wie verrückt. Die Inderin Ayonika Paul wird nun mit 394,00 auf einem für sie ungewohnten dritten Rang notiert, gefolgt von Andrea Heitmann (387,50) und David Kroll (386,50) auf den Rängen vier und fünf. Stine Andersen fehlen die zwei Schüsse von ihrem Waffendefekt. Sie rutschte dadurch mit 382,00 auf Rang sechs ab. Da stehen die Siegchancen zwar besser, aber auf diesem Platz wird die engagierte Holländerin nicht bleiben wollen. Das ist die Formation, mit der das Nordstemmer Bundesligateam am 28./29. Oktober die Reise nach Sachsen-Anhalt zu den nächsten beiden Wettkämpfen antreten wird. Bis zu den Heimwettkämpfen am 11./12. November in der Jahn-Sporthalle Nordstemmen kann sich das aber schon wieder geändert haben.

Nordstemmens Küken hat sich gemausert. Nadine Gudert glänzte mit 395 und 396 Ringen bei den Bundesligawettkämpfen in Gelsenkirchen.

(Klaus Schaare)